Das Projekt Weddinger Kiezmütter wird seit Januar 2012 nicht mehr gefördert. Eine Wiederaufnahme der Projektarbeit ist für 2013 geplant.

Weitere Informationen zum Projekt Kiezmütter unter: Downloads

Die Weddinger Kiezmütter wurden als Projekt 2006 von Kulturen im Kiez e.V. initiiert und werden seither aufgebaut und weiterentwickelt. Orientierungshilfen für das Weddinger Kiezmütter Projekt boten die Stadtteilmütter- bzw. Rucksack-Projekte in einigen Städten in NRW, fanden wir aber auch in Neukölln, wo in Trägerschaft des Diakonischen Werkes ein – beschäftigungspolitisch bemühtes – Stadtteilmütter-Projekt betrieben wird.

Im Weddinger Kiezmütter Projekt arbeiten zur Zeit 12 Berlinerinnen mit Wurzeln in verschiedenen Weltregionen – Türkei, Chile, Bosnien-Herzegowina, Ghana, Peru, Irak, Syrien, Argentinien, Libanon, Deutschland – zusammen und stellen ihre landessprachlichen und -kundlichen Kompetenzen Müttern und Familien (zumeist) ihrer Herkunftssprache zur Verfügung.

Im Fokus steht die Förderung und Kultivierung der innerfamiliären Kommunikation und geschlechterdemokratischer Familienstrukturen als Grundlage für vielfältige Kompetenzentwicklung von Müttern, Vätern und ihren Kindern – nicht zuletzt der Kompetenz sich in Berlin niederzulassen und zurecht zu finden. Kiezmütter ermutigen Familienmütter mit ihren Kindern insbesondere in der jeweiligen Familiensprache zu sprechen, zu spielen, zu basteln und zu singen. Familienmütter ziehen die Kiezmütter bei eigenen, erzieherischen und behördlichen Problemen und Fragen zu Rate.

Kulturen im Kiez e.V. entwickelt sein eigenes Qualifizierungsprogramm für die Tätigkeit der Kiezmütter stetig weiter. Das Qualifizierungsprogramm basiert im Wesentlichen auf dem Konzept der Hilfe-zur-Selbsthilfe. Kiezmütter sind ausgestattet mit Materialien zu Sprach- und Sprechförderrung , mit Spiel- und Bastelideen und -materialien für freundliche Kindererziehung und mit Informationen zu Freizeitangeboten sowie zu Regeldiensten, die bei verschiedenen Fragen und Problemen von den Familienmüttern angesteuert werden können.

Die Qualifizierung von Frauen zu Kiezmüttern hat, unabhängig von den Familienbesuchen, den Effekt, dass sich die Kiezmütter mit anderer Aufmerksamkeit und Sensibilität den eigenen Kindern zuwenden und zu aktiv Agierenden in ihrem Kiez und darüber hinaus werden. Das Kiezmütter-Projekt garantiert auf vielfältige Weise Kiezmüttern und Familienmüttern eine qualitativ neue Weltorientierung und -offenheit. Es schützt vor Einsamkeit und Depression in der Fremde.

Die Kiezmütter treffen sich einmal wöchentlich zu Schulungen, zur Supervision und zum Erfahrungsaustausch.
Das Weddinger Kiezmütter-Projekt hat einen bildungspolitischen Auftrag, vordergründig aber keine beschäftigungspolitische Intention. Die Kiezmütter präsentieren ein bildungspolitisches Projekt und sind sich ihrer kommunalen Bedeutung und ihres Beitrags zum friedlichen Gelingen einer Gesellschaft, in der sie leben wollen, bewusst.

Das Projekt Weddinger Kiezmütter wurde gefördert durch:

 

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Falls Sie unser Projekt und damit die Frauen- und Familienbildung im Wedding unterstützen möchten oder Ideen für eine mögliche Förderung haben, wenden Sie sich bitte an uns oder spenden Sie:

Kulturen im Kiez e.V.
Kontonummer: 25 36 357
Bankleitzahl: 10070024 (Deutsche Bank)

Weitere Informationen zum Projekt Kiezmütter unter: Downloads

Die Weddinger Kiezmütter sind Mitglied in der AG Mütterprojekte in Mitte unter Regie der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamts Berlin Mitte Kerstin Drobick.